Montag, 20. November 2017

Der fabelhafte Regenschirm von Sarah Storm (1) (Jonna, 8 Jahre)

© Jonna Pehla
Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Teil der Reihe

Darum geht es:
Als die Geschwister Ella und Paul den alten Regenschirm ihres Opas finden, beginnt ein Abenteuer. Der Regenschirm bringt sie an einen komischen Ort. Hier gehen die Menschen mit Kühen und Schafen an der Leine spazieren, es gibt Gemüse in der Waffel, statt einem Eis und auch die Erwachsenen sind seltsam.

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„Der fabelhafte Regenschirm“ von Sarah Storm war ein Geschenk meiner Mutter. Ich habe das Buch schon oft in der Hand gehabt und es mir aber nie selber gekauft.

Hier kommt die Reihenfolge der Bücher:

  1. Die verrückte Stadt
  2. Rettung für das Zebra
  3. Eine bahnbrechende Erfindung
  4. Hilfe für die sprechenden Tiere
  5. Das große Ritterturnier
© Jonna Pehla
Als ich mit diesem ersten Teil angefangen habe, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Ich war so begeistert, dass ich es erst einmal jedem erzählt habe, wie toll ich es finde.

Denn in „Die verrückte Stadt“ erleben Ella und Paul ein großes Abenteuer. Sie sind Geschwister und wissen nicht, dass der Regenschirm vom Opa verzaubert ist.
Als sie den Regenschirm draußen aufklappen, sind sie auf einmal in einer ganz anderen Welt. Das war für mich gleich spannend, weil ich ja nicht wusste, wo sie gelandet sind.

© Jonna Pehla
Der Ort war so witzig, weil alles ganz anders ist als hier. Ich habe mir vorgestellt wie es für mich wäre und musste lachen.
Insgesamt habe ich ganz oft gegrinst und gelacht, weil es so lustig war. Aber es ist auch spannend, weil etwas passiert, was Ella und Paul erst einmal schaffen müssen. Denn sie wollen ja auch wieder nach Hause.

Das Cover finde ich sehr schön, weil sich die Schrift von „Der fabelhafte Regenschirm“ toll anfühlt und es neugierig macht.
Es sind auch nicht zu viele Seiten (128) und die Schrift ist schön groß. Auf fast jeder Seite ist eine Zeichnung und vor der Seitenzahl ist ein kleiner Regenschirm. Die Zeichnungen finde ich sehr schön und ich konnte mir beim Lesen immer vorstellen, wie es ihnen gerade in der Situation geht.

© Jonna Pehla
Für Kinder ab 8 Jahren geeignet.

Mein Fazit:
Ein total gutes Buch, bei dem ich unbedingt den zweiten Teil lesen möchte. Ich habe es in zwei Tagen gelesen.

10 von 10 Punkten

Dieses Kinderbuch erschien 2016 bei Loewe
Seiten: 128
ISBN: 978-3-7855-8434-7
Format: Hardcover 

© Jonna Pehla

Donnerstag, 16. November 2017

Lesung mit Susan Elizabeth Phillips am 09.11.2017... oder ein toller Tag in Hannover

© Corinna Pehla
Susan Elizabeth Phillips gehört für mich zu den Autorinnen, bei denen ich mir sicher sein kann, dass mir jedes ihrer Bücher gefallen wird.

Als ich dann über Facebook hörte, dass sie eine Lesung in Hannover hält, musste ich unbedingt hin.
Zusammen mit der Leseente Anja wurde der Plan schnell Realität. Wir haben Tickets geordert, freuten uns wochenlang auf einen tollen Nachmittag und Abend in Hannover.

Aus Wochen wurden Tage und schwups war es der 09.11.2017 und ich stand auf den Bahnsteig. Bereit in Richtung Hannover aufzubrechen.

Und wie das so bei Lesefreundinnen ist, die sich schon 8 Jahre kennen (ja Anja, so lange dürfte es sein), wir schnabbelten bereits im Zug über Bücher, den Alltag und viele lustige Dinge. Immer wieder schön, wenn man so locker zusammen losziehen kann.

© Corinna Pehla
In Hannover angekommen, mussten wir zuerst den Elbenwald erkunden. Ja die Zauberstäbe der Harry Potter-Filme üben eine wahnsinnige Anziehungskraft aus, auch wenn ich für meinen Teil keinen kaufen werde. Aber schauen kann man ja mal.
Auch ein NanuNana wurde bestaunt und ja, auch die erste Buchhandlung fand natürlich reges Interesse.

Doch die Aufmerksamkeit galt dem Hugendubel und der Lesung, die in Kürze dort folgen sollte. Doch bevor es losging mussten wir das Angebot studieren, es wurden Neuerscheinungen gefunden und interessante Gespräche geführt.
Tja und diese Neuerscheinungen brachten meiner Tochter Beeke doch glatt noch ein Geburtstagsgeschenk ein und mir eine neue Büchertasche.

Doch nun zur Lesung und darum soll es doch gehen.

© Corinna Pehla
Susan Elizabeth Phillips ist eine wahnsinnig sympathische Frau. Und auch wenn ich dies aus einer vorherigen Lesung bereits wusste, habe meinen Eindruck auffrischen können und ja, ich mag sie live und in Farbe unheimlich gerne.

Wie eine Showmasterin stürmte sie die Buchhandlung. Klatschte und Leserinnen und Leser (jawohl, es waren auch Männer zugegen) ab und brachte ordentlich Stimmung in die Runde.

Begleitet wurde sie von einer Übersetzerin, die immer wieder das gesprochene Wort ins Deutsche übermittelte und so konnte die Lesung losgehen. Es gab eine kurze Vorstellung, in der wir Hintergründe über die Autorin erfuhren, die sowohl buchlastig, als auch privat waren.

Gelesen wurde aus „Verliebt bis überalle Sterne“ natürlich auch. Ich selber hatte schon den ersten Abschnitt zu Hause gelesen und freute mich nun auch noch einmal daran, diesen Teil vorgelesen zu bekommen.
Zunächst passierte dies auf deutsch, aber es wurde auch ein Part von Susan Elizabeth Phillips selber gelesen.

© Corinna Pehla
Nach diesem Part gab es ein kleines Gewinnspiel. Wir Zuschauer mussten nämlich auch mitwirken und anhand von Stichpunkten Fragen zu ihren Büchern beantworten. Als Belohnung gab es dafür eine rote Clownsnase, was viel Freude in die Runde brachte.
Und ich denke, damit zeigt man auch die Lockerheit, die hier verbreitet wurde.

© Corinna Pehla
Zum Ende des Spektakels, denn dies war es dank dieser flippigen Frau auf jeden Fall. Wurden noch Fragen gestellt, die sie sehr ausführlich und mit ihrem ganz eigenen Charme beantwortete.
Hach es war so toll!
Was ich noch anmerken möchte. Mein Englisch ist leider nur einseitig gut. Also ich kann die Sprache dank Serien, Late Night Shows und Interviews sehr gut verstehen, leider aber nur dürftig sprechen (Selbstbewusstsein wo bist du bloß?), allerdings hat sie eine so klare Aussprache und eine so freundliche Art, dass man sich einfach trauen möchte und ich selber hätte wirklich keine Übersetzung gebraucht. Es war dieses komplette Paket, dass hier einfach wunderbar harmonierte und durch das man das Gefühl hatte zwei gute Bekannte vorne am Pult sitzen zu haben.

Die Leseente und ich sind nach der Signierstunde müde, aber auch sehr glücklich wieder mit dem Zug nach Hause getuckert. Und beim nächsten Mal sind wir bestimmt auch wieder gerne dabei.

© Corinna Pehla

Montag, 6. November 2017

Unsere verlorenen Herzen von Krystal Sutherland

© Corinna Pehla
Bei diesem Jugendbuch handelt es sich um einen Einzelroman

Darum geht es:
Mit seinen 17 Jahren war Henry noch nie verliebt. In der letzten Zeit drehte sich alles in seinem Leben um die Schülerzeitung und seine besten Freunde Lola und Murray.
Doch eines Tages ist sie da.
Grace.
Ein Mädchen, das so gar nicht in ihre Umgebung passen will. Mit Jungenklamotten und einem leichten Schmuddellook entspricht sie nicht dem üblichen Ideal und doch trifft sie Henry mitten ins Herz.

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Dieser Roman wurde mir vom cbt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle dafür.

© Corinna Pehla
Bei „Unsere verlorenen Herzen“ von Krystal Sutherland handelt es sich um ein Buch, das so ganz anders ist, als man es zunächst vermuten würde.
Ein Cover, welches mit seinen Herzen sofort ins Auge sticht und das mich persönlich gleich dazu brachte den Klappentext zu lesen.

Henry, aus dessen Sicht dieses Buch geschrieben wurde, nimmt uns mit zu seiner ersten großen Liebe. Als er Grace zum ersten Mal sieht, findet er sie faszinierend und besonders. Sie ist anders als alle anderen Mädchen an der Schule. Mit ihren männlichen Klamotten, dem kaputten Bein und ihrem Schmuddellook geht sie ihm nicht aus dem Kopf.

Beide nähern sich an, arbeiten gemeinsam an der Schülerzeitung und trotzdem herrscht diese Distanz zwischen ihnen. Bis Grace unverhofft Nähe zulässt.

Allerdings ist man auf dem falschen Weg, wenn man denkt das es sich hier um eine rosarote Geschichte handelt. Dieses Buch behandelt sensible Themen wie Verlust, Freundschaft und Vertrauen. Und eben diese so intensive Mischung, findet man bei einem Jugendbuch recht selten.
© Corinna Pehla
Krystal Sutherland schreibt sehr lebendig diese Geschichte. Sie lässt Emotionen und Geheimnisse einwirken und hat auch vor berührenden Themen keine Scheu.
Verziert werden ihre Worte immer wieder mit Anspielungen auf Filme, Musik und kleinen Zitaten. Dies war für mich ein Punkt, den ich von Beginn an geliebt habe.

Mein Problem mit dieser Geschichte war allerdings, dass ich Grace nicht mochte. Ich kenne ihre Geschichte, aber ich fand sie unfair und unsensibel ihren Mitmenschen gegenüber, was ihr bei mir keine Pluspunkte brachte.
Auch eine Bindung zu der gemeinsamen Geschichte mit Henry und ihr funktionierte für mich leider nicht so richtig.
Dies brachte mich beim Lesen ab und an ins Stolpern, auch wenn es ein ansonsten flüssiger Schreibstil ist.

© Corinna Pehla
Ihre besten Freunde Lola und Murray hingegen fand ich klasse und auch ihren Zusammenhalt mit Henry habe ich geliebt.

Mein Fazit:
Ein besonderes Buch mit sensiblen Themen, das für mich allerdings nicht zu 100% funktioniert hat. Es gibt leider leichte Abzüge in der B-Note.

6 von 10 Punkten

Dieses Buch erschien 2017 bei cbt
Seiten: 384
ISBN: 978-3-70-16497-6
Format: Klappenbroschur

Auch als eBook erhältlich!

© Corinna Pehla
 

Sonntag, 5. November 2017

Chloé völlig von der Rolle (1) von Sonja Kaiblinger (Jonna, 8 Jahre)

© Jonna Pehla
Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Teil der Reihe

Darum geht es:
Chloe und ihre Freundinnen wollten eigentlich nur ihre Hausaufgaben auf dem Schulklo machen. Dabei endeckten sie Pauline, die über Nacht auf der Toilette eingesperrt wurde. Wer wohl dahinter steckt? Die zicke Angelique scheint es gewesen zu sein und die Freundinnen schmieden einen Racheplan.

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Die Autorin Sonja Kaiblinger durfte ich auf der Buchmesse 2017 in Leipzig treffen. Sie war so nett und hat unsere erste Ausgabe der Chloe-Bücher signiert.

© Jonna Pehla

Hier kommt die Reihenfolge:
  1. Chloe völlig von der Rolle
  2. Chloe und der Sprung in der Schüssel

Besonders lustig fand ich, dass ein Schulklo eine so wichtige Rolle in einem Buch hat. Und dann hat Chloe am Welttoilettentag auch noch Geburtstag. Sehr lustig!

Alle Freunde mochte ich sehr gerne,besonders gefallen hat mir Chloe. Sie hat Pauline sofort geholfen und war ihr eine gute Freundin. Pauline tat mir leid.Wer möchte schon über Nacht auf dem Klo eingeschlossen sein?

Spannend war das Buch auch, schließlich musste man herausfinden, wer der Übeltäter war. Und das war ganz schön schwierig. Ich hatte einen Verdacht und der war am Ende auch richtig. Trotzdem hat das Rätseln mir gefallen.

© Jonna Pehla
Geschrieben wurde das Buch so, dass es oft sehr lustig war und ich konnte schnell und gut lesen. So hat es auch immer sehr viel Spaß gemacht.

Ich selber freue mich nun auf das zweite Buch der Reihe und muss unbedingt wissen, was darin passieren wird.

Mein Fazit:
Ein super Buch, bei dem ich kaum aufhören konnte zu lesen. Für Kinder ab 8 Jahren.

10 von 10 Punkten

Dieses Buch erschien 2016 bei Loewe
Seiten: 208
ISBN: 978-3-7855-8238-1
Format: Hardcover

Empfehlung vom Verlag ab ca. 10 Jahren

Dienstag, 31. Oktober 2017

Don´t kiss Ray von Susanne Mischke (Beeke, 10 Jahre)

© Beeke Pehla
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Einzelband

Darum geht es:
Ray ist der Leadsänger der bekannten Band „Broken Biscuits“.
Aus diesem Grund ist es für Jill keine gute Idee, ihn direkt neben seinen Fans zu küssen.
Allerdings merkt Jill erst was los ist, als sie sich bereits in Ray verliebt hat und damit beginnt der Trubel...

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Ich habe das Buch bei Thalia gesehen und war vom Klappentext begeistert.

Auch das Cover mit den Bildern die zu einem Herz geformt sind ist wunderschön.
Die Bilder passen gut zum Buch und sind alle in einem ähnlichen Farbton gehalten.

Jill als Protagonistin mochte ich unheimlich gerne. Sie war der Typ Mädchen in das ich mich beim Lesen hineinversetzten konnte, ihre Handlungen waren nachvollziehbar und sie ist unheimlich sympathisch.
Auch Jills Freundinnen, die im Buch immer für sie da sind, mochte ich sehr. Sie halten zusammen, haben ein offenes Ohr füreinander und sind eine tolle Gruppe.
Am Anfang fand ich hier Linda am besten, aber dann mochte ich Katja lieber.

© Beeke Pehla
Was allerdings den Reiz des Buches ausmacht ist die Geschichte zwischen einem normalen Mädchen und dem Star einer Nachwuchsband. Jill mag eigentlich keine Musiker und kann mit Starrummel nichts anfangen. Wie die Protagonisten dann aber doch zueinander finden und ob sie überhaupt ein Paar werden, war unterhaltend zu lesen.

Der Schreibstil war gut und man konnte sich in die Geschichte hineinversetzen. Es gab für mich auch keine Längen und es war ein entspanntes Lesen möglich.

Mein Fazit:
Ein Buch das super unterhalten hat. Es ist für Jungendliche und auch Erwachsene die Bücher mit Sängern und Bands mögen empfehlenswert.

10/10 Punkte

Dieses Buch erschien 2017 bei dtv
Seiten: 320
ISBN: 978-3-423-74026-5
Format: Klappenbroschur
 

Samstag, 28. Oktober 2017

Der blinde Mörder von Margaret Atwood

Quelle: Piper
Bei diesem Roman handelt es sich um einen Einzelband

Darum geht es:
Zehn Tage nach Beendigung des 2. Weltkrieges fuhr Laura mit dem Auto von einer Brücke.
Ihre Schwester Iris, mit der sie den größten Teil ihres jungen Lebens verbrachte, erzählt in ihren alten Tagen vom Leben als Kind, bis hin zum Unfall von Laura.
Eine bewegende Lebensgeschichte beginnt...

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Ich habe den Roman „Der blinde Mörder“ von Margaret Atwood bereits vor einigen Jahren gekauft und seit dem zierte es mein Bücherregal. Viel positives habe ich gerade in der letzten Zeit über die Autorin gehört und als die YouTuberin Janine auf ihrem Kanal „Poesielos“ die ersten Zeilen des Buches anlas war sehr schnell klar, es wird eines meiner nächsten Bücher werden.

Ganz spontan haben wir dann aus diesem Vorhaben eine gemeinsame Leserunde gemacht und dabei sehr tolle Gespräche zu eben diesem Buch geführt.

„Der blinde Mörder“ ist ein Buch, welches in 15 Abschnitten aufgegliedert wurde und durch diese Abschnitte zwei verschiedene Erzählstränge bietet.
Dieser Aspekt war mir vor dem Lesen nicht unbedingt bewusst und brachte dadurch aber eine kleine Überraschung mit sich.

Im Wechsel lesen wir somit die Geschichte von Iris und ihrer Schwester, die wir seit ihrer Kindheit begleiten dürfen.
Iris, die bereits 83 Jahre alt ist, schreibt ihr Leben nieder und wir Leserinnen und Leser dürfen diesem, aber auch ihrer Gegenwart folgen.

© Corinna Pehla
In den anderen Abschnitten geht es um „Der blinde Mörder“. Ja, was hier als Titel des Buches besteht, ist auch im Buch ein Buchtitel. Das Skandalbuch, welches Laura geschrieb und welches kurz nach ihrem Tod veröffentlicht wurde, schlägt heute noch Wellen. Diese Abschnitte erzählen von der Entstehung des Romans und von einer Geschichte zweier Liebenden, die sich erst im Laufe des Buches zu erkennen geben. Wir erfahren von der Geschichte in der Geschichte, die sehr viele phantastische Elemente mit sich bringt und eine wichtige Rolle spielt.

Und hier sind wir auch schon an einem Kritikpunkt angelangt. Gerade diese Geschichte im Buch war es, die mich gleich zu Beginn fast zu Aufgeben gebracht hatte. Es ist so ein krasser Gegensatz zum Rest des Buches, dass ich mich damit erst einmal abfinden und anfreunden musste.

Im Gegensatz dazu mochte ich die Erzählungen von Iris aus ihrem Leben. Zwar hatten auch diese Kapitel ihre Längen, waren aber deutlich unterhaltender, zumindest zu Beginn.

Was im Laufe der Geschichte passiert, ist wie ein großes Puzzle zu betrachten. Wir Leser kennen bestimmte Teile, aber viele andere auch nicht und bauen auf den ca. 700 Seiten das komplette Bild zusammen.
Dabei war ich immer wieder am Rätseln, was auf mich zukommen wird, welche Geschehnisse zum Tod von Laura führten und wie diese Abschnitte mit „Der blinde Mörder“ damit zusammenhängen.
Und gerade der letzte Punkt war für mich immer interessanter und zum Ende hin noch besser als Iris und ihre Geschichte.

Ich hoffe Ihr konntet mir folgen, denn wie man sicherlich merkt, Margaret Atwood hat hier eine sehr komplexe Geschichte geschrieben.

© Corinna Pehla
Der Schreibstil der Autorin war es jedoch, der mich komplett mitgenommen hat. Wo es an der Story immer wieder Kleinigkeiten gab, die ich bemängeln muss, war es ihre Erzählart, die mich schier begeistert hat. Sie hat eine sehr ausdrucksstarke und sehr bildliche Art das Geschehene aufzuzeigen und Figuren ein Gesicht zu geben.

Ich habe mir schon weitere Werke von Margaret Atwood notiert, weil ich unbedingt wieder in den Genuss dieses Stils kommen möchte.

Mein Fazit:
„Der blinde Mörder“ war anders als ich dachte und er hatte durchaus seine Längen, trotzdem hat die Geschichte ihren Charme. Charaktere denen man folgen möchte und eine Geschichte mit vielen Lücken die es aufzuklären gilt, machen Spaß und unterhalten, wenn auch mit kleinen Abstrichen.

6 von 10 Punkten

Dieses Buch erschien in der Neuauflage 2017 bei Piper
Seiten: 704
ISBN: 978-3-492-31348-3
Format: Broschiert

Sonntag, 22. Oktober 2017

Mörderisches Weinviertel von Bettina Kiraly

© Corinna Pehla
Hierbei handelt es sich um einen Kurzgeschichtenband

Darum geht es:
Sieben Kurzgeschichten, bei denen der Tod immer zugegen ist.

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Die Autorin Bettina Kiraly entführt uns mit „Mörderisches Weinviertel“ in eben diese Weingegend. Und dabei sei gesagt, dass es in den sieben Kurzgeschichten alles andere als freundlich zugeht.

Mir selber gefallen Kurzgeschichten recht gut, wenn ich den Kopf frei bekommen möchte, aber nicht zu viel Zeit zur Verfügung habe.

Bei diesem Buch war ich so gespannt auf das was kommen wird, dass ich es als Runterbringer an einem Samstagabend genutzt habe. Eingekuschelt auf dem Sofa habe ich die 63 Seiten genossen und den Abend damit ausklingen lassen.
© Corinna Pehla
Die Kurzgeschichten sind mal hinterhältig, mal überraschend, mal trügerisch und mal sehr gemein. Kurz gesagt, sie sind das, was wir Leserinnen und Leser von Kriminalgeschichten erwarten.

Jede von Ihnen ist auf wenigen Seiten beendet und so schnuppern wir beim Lesen wirklich nur in kleine Episoden hinein, allerdings ist der Unherhaltungsfaktor immer groß.

Da ich den Schreibstil von Bettina Kiraly sehr schätze, war auch dieses kleine Büchlein etwas sehr unterhaltendes. Und bei so mancher Geschichte hätte ich mir auch eine Langform vorstellen können.

Mein Fazit:
Wer kleine Krimigeschichten für zwischendrin mag, ist hier genau richtig. Ich wurde gut unterhalten.

8 von 10 Punkten

Dieses Buch erschien 2017 im Berger Verlag
Seiten: 64
ISBN: 978-3-850287944
Format: Taschenbuch 


© Corinna Pehla